Das neue Pauschalrecht für Urlauber – Was sich bezüglich Insolvenz ändert

4. Oktober 2017

online buchenAb 2018 wird es ein neues Reiserecht geben, wodurch Online-Buchungen besser abgesichert sein sollen. Dies rührt daher, dass immer mehr Menschen ihre Reise individuell im Internet zusammenstellen und buchen.

Das neue Reiserecht gilt ab dem Sommer 2018 und die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie tritt dann hierzulande in Kraft. Die Menschen buchen ihren Urlaub immer häufiger individuell im Internet. Mit nur wenigen Klicks ist das Hotel, der Flug, diverse Ausflüge und der Mietwagen gebucht. Die klassischen Pauschalreisen sind dahingegen immer seltener gewünscht. Daher wurde nun der aus 1990 bestehende Rechtsrahmen an die heutigen Zeiten angepasst, um damit den Urlauber besser abzusichern.

Es soll einen besseren Insolvenzschutz geben. Eine Pauschalreise ist gut abgesichert, indem der Urlauber bei Insolvenz des Veranstalters sein Geld zurück bekommt. Bei Mängeln kann er nachträglich den Reisepreis mindern und daraus resultierend Schadenersatz verlangen. Diese Rechte haben Individualreisende nicht. Nun gibt es neu die vermittelte verbundene Reiseleistung, die vorliegt, wenn der Anbieter dem Urlauber mindestens zwei verschiedene Leistungen derselben Reise verkauft. Dabei müssen verschiedene Rechnungen entstehen, zum Beispiel von der Fluggesellschaft und dem Hotel. Und dabei muss die einzelne Leistung mindesten 25 Prozent des Gesamtpreises betragen. Das neue Reiserecht sorgt für mehr Transparenz, denn ab 2018 muss das Reisebüro dem Urlauber ein Formblatt aushändigen mit einer klaren Aussage: Der Urlauber kauft eine Pauschalreise oder eine verbundene Reiseleistung.

Auch bei Online Portalen soll es künftig mehr Transparenz geben. Sie verkaufen Pauschalreisen, die wie fertige Pakete aussehen, vermitteln oft aber nur Leistungen anderer, also eine verbundene Reiseleistung. Das Online Portal muss darüber informieren sowie über eine Insolvenzabsicherung verfügen. Erfolgt keine Information darüber, dass ein Online Portal oder Reisebüro statt Pauschalpaket eine verbundene Reiseleistung verkauft, haftet es automatisch wie ein Veranstalter und dem Urlauber stehen die Ansprüche des Pauschalreiserechts zu. Es soll verhindert werden, dass eine vermeintliche Pauschalreise im Internet verkauft wird, ob es sich tatsächlich um keine solche handelt. Diese verbundene Reiseleistung sorgt für viel Wirbel und führt dazu, dass Unternehmen Prozesse umstellen müssen. Für den Urlauber ändert sich nur, dass er mehr Klarheit darüber erhält, was er bucht.

Buchen Sie lieber klassisch eine Pauschalreise oder sind Sie eher der Individualtourist? Das ab dem nächsten Sommer geltende neue Reiserecht sollten Sie dann beachten bei Ihrer Buchung. Nicht vergessen werden sollte in diesem Fall dann auch die Auslandskrankenversicherung. Denn diese ist ebenfalls wichtig und darf auf keiner Reise fehlen.


Die Auslandskrankenversicherung bedeutet für den Urlauber Schutz für wenig Geld

online vergleichenSicherlich haben Sie sich schon gefragt, wozu eine Auslandskrankenversicherung abschließen, wenn doch die gesetzliche Krankenkasse im Ausland zahlt? Was viele GKV Mitglieder nicht wissen, dass dies nur teilweise richtig ist. Sicher, die Gesetzliche zahlt auch im Ausland für medizinische Behandlungen, aber nur innerhalb Europas. Und zwar, um es genauer zu beschreiben, in den Staaten, die das Schengener Abkommen unterzeichnet haben. Außerhalb dieser Staaten kann es während Ihres Aufenthalts richtig teuer werden, wenn Sie erkranken oder einen Unfall erleiden und in der Folge ärztlich behandelt werden müssen. Die Behandlungskosten müssen Sie komplett selbst übernehmen. Aus dieser Tatsache heraus ist es für jede Reise empfehlenswert, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Die Berlin Direkt Versicherung verfügt über Versicherungsprodukte, die Sie auf Ihren Reisen rundum schützen.

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