Malaria sollte auf Reisen nicht unterschätzt werden

31. Oktober 2017

MoskitoMalaria – Die unterschätzte Gefahr. Oftmals rückt bei Reiseplanungen die Gefahr, an Malaria zu erkranken, in den Hintergrund. Wichtig ist es daher zu wissen, wie man sich am besten davor schützen kann. Helfen Medikamente im Vorfeld oder ist eine Standby-Akutbehandlung im Nachhinein besser geeignet?

Vielen denken immer noch, dass die alte Faustregel „Keine Malaria über 1.800 Meter!“ Gültigkeit besitzt. Dem ist nicht so, warnen Reisemediziner. Selbst in Höhen von ca. 2.500 Metern besteht zum Beispiel in Kenia, Uganda und Tansania ein hohes Risiko, an Malaria zu erkranken. Das ganze Jahr über besteht ein hohes Risiko in Tansania, wohingegen es hier etwas geringer bei Aufenthalten oberhalb von 1.800 Metern ist. In anderen Ländern wie Botswana besteht während der Monate November bis Juni ein hohes Risiko, im Norden sogar ganzjährig. Während der übrigen Monaten ist das Risiko mittelhoch. Zu den Risikogebieten gehören auch große Gebiete in Südafrika.


Schutz durch Medikamente

Zum Schutz vor Malaria tropica gibt es Medikamente mit dem Wirkstoff Mefloquin. Hier liegen die Kosten bei etwa 50 Euro für eine Reisedauer von 14 Tagen. Alternativ gibt es Medikamente mit dem Wirkstoff Atovaquon-Proguanil wie Malarone. Hier betragen die Kosten etwa 125 Euro für 14 Tage Reisedauer. Günstigere Generika gibt es ebenfalls, und zwar solche wie Atovaquon/Proguanil-HCl Glenmark oder Atovaquon/Proguanil-HCl Stada. Hier liegen die Kosten für eine 24-Stück-Packung bei etwa 70 Euro.

Die Verträglichkeit der Wirkstoffe ist unterschiedlich. Zum Beispiel soll das Kombiprodukt Atovaquon-Proguanil besser vertragen werden. Nebenwirkungen von Lariam sind häufig Magen- und Kopfschmerzen sowie Übelkeit, Erbrechen oder auch Durchfall.


Richtige Kleidung – Immer noch der beste Schutz

In der Dämmerung und nachts bietet helle Kleidung Schutz vor Moskitostichen. Die Kleidung sollte den Körper komplett bedecken. Hier ist zu bedenken, dass die Insektenstiche sogar durch die Kleidung hindurch erfolgen. Daher ist beim Kauf der Kleidung auf eine spezielle Webtechnik zu achten. Auch der UV-Schutz sollte gegeben sein.

In Kombination mit einem Antimückenspray erhält man optimalen Schutz. Zu empfehlen ist das Nobite Spray, dessen Wirkung sogar bis zu zwei Monate hält. Auch wenn man die Funktionsfaserkleidung bis zu zweimal wäscht, hält die Wirkung noch an. Es wird grundsätzlich dazu geraten, bei Verwendung von Sprays Kleidung aus Funktionsfaser zu wählen.

Unbedeckte Hautstellen sollten flächendeckend mit einem insektenabweisenden Mittel eingecremt werden. Cremes wirken länger als Sprays. Effektive Wirkstoffe sind DEET oder Dimethylophthalat. Die Kombination aus Haut- und Kleidungsschutz wird immer empfohlen, wenn eine Reise in die Tropen geplant ist.


Sicherer Schutz im Ausland mit der Auslandskrankenversicherung

online vergleichenDie Auslandskrankenversicherung schützt zwar nicht vor Moskitostichen, dennoch ist sie sehr hilfreich, wenn man im Ausland erkrankt. Nicht nur Malaria sollte man unterschätzen, auch weniger schlimme Krankheiten, und sei es nur eine Erkältung mit Fieber, können die Inanspruchnahme eines Arztes erforderlich machen. Ohne eine entsprechende Auslandskrankenversicherung müsste man die Kosten selbst tragen. Geschieht ein Unfall und man muss sogar im Urlaubsland ins Krankenhaus oder nach Deutschland zurücktransportiert werden, können die Kosten so hoch werden, dass es mitunter auch den finanziellen Ruin bedeuten könnte. Ein solches Risiko sollten Sie nicht eingehen. Entscheiden Sie sich rechtzeitig vor Ihrer Urlaubsreise für die Auslandskrankenversicherung der Berlin Direkt Versicherung.

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