Reisekosten zurück bei Krankheit, Unwetter, ungültigen Papieren

30. Mai 2017

ungültige Papiere?Viele Reisende sind der Meinung, dass höhere Gewalt vorliegt, wenn der Urlaub aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen nicht stattfinden kann. Sie fordern die Reisekosten zurück. Doch besteht tatsächlich Anspruch darauf? Nicht immer kann der Reisende mit einer Rückerstattung von Reisekosten rechnen.

Ein Beispiel: Eine aus der Nähe von Nürnberg stammende Familie wollte im Jahr 2013 für zwei Wochen in die USA reisen. Die benötigten Reisepässe wurden ordnungsgemäß beantragt und abgeholt. Doch Mutter und Tochter durften nicht an Bord des Flugzeugs, da ihre Papiere laut Polizei für eine Reise nicht geeignet waren. Unglaublich, aber wahr. Was dahinter steckte, wurde mittlerweile bekannt. Der Eingang der Papiere wurde von der Gemeinde nicht bestätigt. Hieraus folgt, dass die Bundesdruckerei in Berlin die Reisepässe als gestohlen meldete. Dies wiederum hatte zur Folge, dass die Pässe weltweit auf der Fahndungsliste landeten. Aus diesem Grund war die Reise in die USA unmöglich geworden.

Die Reise war futsch. Aber auf den Reisekosten sitzen bleiben wollte die Familie auch nicht und verklagte den Reiseveranstalter, da dieser als Vertragspartner die erste Anlaufstelle ist. Obwohl ihn an der ganzen Sache keine Schuld trifft, berief sich die Familie auf eine Besonderheit im Reiserecht und plädierte auf „höhere Gewalt“. Der Bundesgerichtshof entschied, dass einzig und allein der Urlauber das Risiko für seine Ausweisdokumente trägt. Aus diesem Grund sei eine kostenlose Kündigung wegen höherer Gewalt nicht möglich. Ganz gleich, ob der Reisende für die ungeeigneten Papiere etwas kann oder nicht.

Höhere Gewalt bedeutet allgemein ein von außen kommendes Ereignis, das unabwendbar und nicht vorhersehbar ist, wie zum Beispiel bei Streik, Naturkatastrophen (Wirbelstürme, Erdbeben, Überschwemmungen), Epidemien (SARS), Kriege, Politische Unruhen. Höhere Gewalt liegt nur dann vor, wenn sämtliche Reisenden betroffen sind. In solchen Fällen muss der Reiseveranstalter auf die Stornogebühren verzichten.

Höhere Gewalt greift nicht, wenn das Unglück nur den Reisenden persönlich betrifft. Beispiele sind Krankheit des Betreffenden kurz vor Abflug, oder Unfall auf dem Weg zum Flughafen. Ohne Versicherung bleibt der Reisende auf den Stornokosten sitzen. Bei Reisewarnungen sieht es folgendermaßen aus: Hier kommt es auf den Zeitpunkt der Buchung an. Spricht das Auswärtige Amt eine Reisewarnung vor der Buchung aus, dann geht der Urlauber bewusst ein höheres Risiko ein und die „höhere Gewalt“ greift in diesem Fall nicht. Bei einer Reisewarnung des Auswärtigen Amtes nach der Buchung handelt es sich um ein Indiz für „höhere Gewalt“.


Reiseversicherung für den Fall der Fälle

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